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Alkohol im menschlichen Körper


Alkohol: Vom Brauer bis zum Atem

Alkohol ist die meist konsumierte Droge in der modernen westlichen Welt.
Dieser Report wirft einen wissenschaftlichen Blick (wenn auch manchmal mit einer guten Portion Humor) auf das Thema Alkohol und dessen Wirkung auf den menschlichen Körper.
Vermutlich wird es Ihnen am leichtesten fallen, die einzelnen Kapitel in der hier gewählten Reihenfolge zu lesen. Fühlen Sie sich jedoch frei, mit demjenigen Thema zu beginnen, welches Ihr Interesse gerade fesselt.

 

 
 
Alkohol: Die soziale Droge


Grafik 1


Grafik 2

Alkohol ist eine farblose Flüssigkeit mit einem Siedepunkt von 78.3°C (unter normalem atmosphärischem Druck) und einer im Vergleich zu Wasser um ca. 20% kleineren Dichte. Er hat ein geringes molekulares Gewicht und ist äusserst wasserlöslich. Diese beiden physikalischen Eigenschaften bewirken, dass er sich schnell durch Körpermembrane in verschiedene Gewebe verbreitet.

In einem Prozess, den man Gärung nennt, wird Alkohol durch die Wirkung von Hefe und Bakterien auf Zucker und Stärke produziert.

Eingenommen wirkt Alkohol als beruhigende Droge, welche die Prozesse in den höheren Hirnzentren verlangsamt.

Schon seit der Steinzeit als euphorisierendes Mittel eingenommen, ist Alkohol nun zur meist konsumierten Droge der modernen Gesellschaft geworden. Mit Mass eingenommen, hat er nur wenige oder gar keine gesundheitlichen Nebenwirkungen. Allerdings hinterlässt eine Sucht (Alkoholismus) schwerwiegende physische sowie soziale Schäden.

Opiate wie Heroin und Opium,  die heute noch in gewissen Kulturen konsumiert werden, sind höchst schädlich und stark Sucht fördernd. Andere Alltagsdrogen wie Tee, Kaffee, und Schokolade sind praktisch unschädlich und haben kein oder höchstens ein geringes Suchtpotential für den Konsumenten. Alkohol liegt in einer Grauzone zwischen den zwei Extremen:
 

Grafik 3

Es ist vielleicht ein Glücksfall, dass Alkohol eine der wenigen Drogen ist, die im Atem nachgewiesen werden können. Ein kleiner Anteil des konsumierten Alkohols verdunstet aus dem Blut der Lungenarterien in den Atem, wo das Vorhandensein des Alkohols und dessen Konzentration mit einer Vielfalt von analytischen Methoden nachgewiesen werden können. Die meisten anderen Drogen können nur im Blut oder Urin nachgewiesen werden, da sie nicht über den Atem verdunsten.

Blut- und Urinanalysen erfordern lange und komplizierte Laboruntersuchungen. Da Alkohol aber zu den wenigen Substanzen gehört, die im menschlichen Atem nachgewiesen werden können (wie natürlich auch in anderen Atmungsgasen), steht dieser Art von Analyse im Allgemeinen nichts im Wege.

Die Alkoholmenge in einem tiefen Lungenzug ist abhängig von der Alkoholkonzentration im Blut der Lungenarterien und gilt deshalb als Indikation für eine Beeinträchtigung. Alle Messgeräte im Umfang der Lion/CMI wurden sorgfältig konzipiert und hergestellt, um die genaue Alkoholkonzentration im Atem zu messen.

Um die grundlegende Theorie der Atemanalyse (die auf bewährten physischen und physiologischen Prinzipien basiert) zu verstehen, sollten wir zuerst die grundlegenden Fakten über die Verbreitung von Alkohol im menschlichen Körper betrachten. Wir beginnen mit der Aufnahme von Alkohol, dessen Gehalt in die Blutversorgung übergeht (Absorption), fahren fort mit dem Auftreten des Alkoholgehalts im Atem und dessen nachfolgendem Abbau in der Leber (Stoffwechsel).

Die folgenden Abkürzungen werden für den ganzen Text gebraucht:

BAC  - Blood alcohol concentration (Blutalkoholkonzentration)
BrAC - Breath alcohol concentration (Alkoholkonzentration im Atem)

 
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Aufnahme und Absorption


Grafik 4

Beim Konsum eines alkoholischen Getränkes, wie z.B. Bier, Wein, Spirituosen oder Likör, fliesst die Flüssigkeit schnell vom Mund in den Magen und schliesslich in den Dünndarm. Ein Teil des Alkohols wird von den Schleimhäuten im Mund und im Magen absorbiert und geht ins Blut über, der Rest wird von den Wänden des Dünndarms absorbiert.

Die alkoholhaltige Flüssigkeit im Magen kann nur dann in den Dünndarm übergehen, wenn sich die Bauchklappe (pyloric valve) öffnet. Diesen Prozess nennt man gastrische Leerung.

Stark alkoholhaltige Getränke irritieren die Magenwand, so dass eine Verzögerung in der Öffnung der Bauchklappe entsteht. Dies erklärt, warum eine Person manchmal zwei oder mehr unverdünnte Spirituosen (40% Alkoholgehalt) auf leeren Magen trinken kann und für eine beträchtliche Zeit danach trotzdem einen tieferen Blutalkoholgehalt aufweist als erwartet.

Nach dem Magen gelangt der Alkohol in den oberen Teil des Dünndarms, in den so genannten Zwölffingerdarm, wo der Rest des Alkohols in das Blut aufgenommen wird. Die Aussenwände des Zwölffingerdarms sind wasserdurchlässig und mit vielen Blutgefässen durchzogen, um die Nährstoffe der verdauten Nahrung aufzunehmen. Für die Verdauung der meisten Nahrungsmittel wie z.B. Stärke, Proteine und Fette werden Enzyme benötigt, welche die Moleküle zerkleinern und löslich machen, damit sie die Darmwand passieren können. Alkohol jedoch braucht nicht abgebaut zu werden, da es bereits ein lösliches Molekül ist und somit direkt durch die Darmwand ins Blut aufgenommen werden kann. Dies erklärt die rasche Wirkung des Alkohols, insbesondere wenn er auf leeren Magen konsumiert wird - vorausgesetzt der Alkoholgehalt ist nicht so hoch, dass die Öffnung der Bauchklappe verzögert oder die Magenwand irritiert wird.
 

Bitte beachten Sie: Alkohol kann nicht vom Körper absorbiert werden durch die Inhalation seines Dunstes oder das Auftragen auf die Haut.

Während der ganzen Zeitspanne, in der Alkohol konsumiert wird, wird er auch ins Blut aufgenommen, so dass die Blutalkoholkonzentration ständig zunimmt. Nach dem unmittelbaren Konsum ist der Alkohol noch immer im Magen und im Dünndarm vorhanden, und die Absorptionsphase ist für eine Weile noch nicht vollständig abgeschlossen.

Wenn der Darm und der Magen keine festen Nahrungsmittel enthalten, kommt der Alkohol umso schneller in Kontakt mit den Darmwänden und wird ungehindert ins Blut aufgenommen. Unter diesen Umständen kann die Absorptionsphase bereits lediglich 30 Minuten nach dem letzten Glas abgeschlossen sein. Wenn der Magen jedoch noch relativ voll ist, vollzieht sich die Absorption wesentlich langsamer und kann 90 und mehr Minuten dauern.

 

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Verteilung im Körper


Fliesst das Blut durch die feinen Kapillaren in den Wänden des Dünndarms, nimmt es Alkohol und andere aufnehmbare Substanzen auf, welche sich im Verdauungstrakt befinden. Die Kapillaren führen zur Hauptader der Leber, wo fortwährend ein kleiner Anteil des Alkohols extrahiert und abgebaut wird.

Nachdem das Blut die Leber verlässt, fliesst es zur rechten Seite des Herzens. Von dort aus wird das Blut per Lungenzirkulation durch die Lungen gepumpt und fliesst nach der Sauerstoffaufnahme auf die linke Herzseite, um dann über die Aorta zum Rest des Körpers zu gelangen.

Das Blut fliesst in alle Teile des Körpers und verteilt den Alkohol zu den Geweben, die Wasser enthalten. Erreicht der Alkohol das Gehirn, verursacht er eine Verlangsamung - eine Senkung - der normalen Prozesse und erzeugt die charakteristischen Symptome des Alkoholrausches.

Das Blut transportiert den Alkohol zu den Lungen, wo eine kleine Menge in den Atem verdunstet, in dem die Konzentration dann durch spezielle Messinstrumente nachgewiesen werden kann (siehe BAC oder BrAC Seite 6).

Es ist vielleicht ein Glücksfall, dass Alkohol eine der wenigen Drogen ist, die im Atem nachgewiesen werden können. Ein kleiner Anteil des konsumierten Alkohols verdunstet aus dem Blut der Lungenarterien in den Atem, wo das Vorhandensein von Alkohol und dessen Konzentration mit einer Vielfalt von analytischen Methoden nachgewiesen werden können. Die meisten anderen Drogen können nur im Blut oder Urin nachgewiesen werden, da sie nicht über den Atem verdunsten.

 

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Die Ausscheidung von Alkohol


Das Blut fliesst vom Zwölffingerdarm direkt in die Leber, wo ständig eine kleine Menge Alkohol beseitigt wird. Dieses Ausleseverfahren setzt sich zwar konstant, aber relativ langsam fort, so dass aufs Mal nur geringe Mengen des Alkohols abgebaut werden. Schlussendlich werden aber doch etwa 90% des konsumierten Alkohols durch die Leber beseitigt, da das Blut ununterbrochen durch das Organ gepumpt wird.

Die restlichen 10% des Alkohols verlassen den Körper mit dem Urin, dem Atem und dem Schweiss.

In der Leber wird Alkohol chemisch abgebaut und produziert Kohlendioxid, welches vom Blut weggetragen und durch den Atem ausgeschieden wird.

Man sollte nicht vergessen, dass der Blutalkoholgehalt während der Absorptionsphase im Magen und/oder Zwölffingerdarm viel schneller ansteigt, als dass die Leber den Alkohol beseitigen kann. Erst wenn die Alkoholabsorption unter die Ausscheidungsrate fällt, wird sowohl die Blutalkoholkonzentration (BAC) als auch die Alkoholkonzentration im Atem (BrAC) allmählich geringer.  Diese Phase des Alkoholstoffwechsels, genannt Alkohol-Eliminierungsphase, dauert an, bis der ganze Alkohol aus dem Körper ausgeschieden ist. Wenn die Absorptionsphase vorüber ist, widerspiegelt die Abnahme des Blutalkoholkonzentration (BAC) (und somit auch der BrAC) ausschliesslich die Eliminierungsrate der Leber. Die Geschwindigkeit, mit der die Leber die Blutalkoholkonzentration (BAC) vermindert, variiert je nach Person; der Durchschnitt liegt jedoch zwischen 15 und 25 mg pro 100 ml (z.B. 0.015 und 0.025% BAC, oder 0.15 und 0.25‰) pro Stunde, was ungefähr einer Abnahme von zwischen 6 und 11 Mikrogramm/100ml (0.06 und 0.11mg/Liter) pro Stunde entspricht.

Das heisst: Fördert ein Alkoholtest bei einem auf der Strasse angehaltenen Autofahrer einen leicht über dem Limit liegenden Wert zu Tage, so besteht die Möglichkeit, dass in der Zwischenzeit bis zum beweisbringenden Test auf der Polizeistation genügend Alkohol abgebaut wird, um wieder unter den gesetzlichen Grenzwert zu gelangen.

Bei einem Fahrer, der nach der Messung auf der Strasse noch in der Absorptionsphase ist, wird hingegen die zweite Messung auf der Polizeistation einen höheren Wert angeben als die erste. Dieses Szenario erscheint jedoch ziemlich unwahrscheinlich, wenn man das Konsumations-Muster des typischen geselligen Alkoholtrinkers berücksichtigt.

 

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Faktoren, die den Blutalkoholgehalt beeinflussen

Generell lässt sich sagen, dass die Blutalkoholkonzentration im Atem mit zunehmendem Alkoholkonsum steigt. Das Erreichen des maximalen Blutalkoholgehalts hängt ausserdem von den folgenden Faktoren ab:

Die Art des Alkohols - Alkohol mit einer Konzentration von ungefähr 20% geht am schnellsten ins Blut über - das entspricht Whisky und Wasser in gleichen Mengen oder purem Sherry.

Weil stark alkoholhaltige Getränke die Magenwand reizen und das Öffnen der Bauchklappe, die Magen und Dünndarm trennt, verzögern, werden unverdünnte Spirituosen (Alkoholvolumen von 40%) langsamer ins Blut aufgenommen.

Bier wird auch langsamer absorbiert, weil es einen relativ geringen Alkoholgehalt (typischerweise zwischen 3 und 5%) und eine grosse Flüssigkeitsmenge aufweist, durch die der Alkohol zuerst diffundieren muss, bevor er die Magenwand und den Dünndarm erreicht.

Die folgende Tabelle zeigt die typischen Alkoholkonzentrationen der meist konsumierten Alkoholika:

  • Drinks, die als Aperitif genommen werden - wie z.B. Gintonic oder Sherry - werden wahrscheinlich getrunken, weil sie schnell in das Blut übergehen, die Magensäfte anregen und Appetit machen.
  • Kohlendioxid - in Sodawasser, Gingerale oder Champagner enthalten, beschleunigen die Absorption von Alkohol ins Blut geringfügig, obwohl der genaue Ablauf nicht ganz klar ist.
  • Generell gilt: Je langsamer die Absorption des Alkohol ins Blut, desto niedriger der maximale BAC und somit der BrAC.

     

Zeit - Wenn Alkohol über längere Zeit konsumiert wird, kann die Anstiegsrate des BAC aufgrund der Absorption in etwa dem Abbau durch die Leber entsprechen. Die Abbaurate entspricht etwa dem Alkoholgehalt von 280 ml Bier oder ungefähr 25 ml Whisky pro Stunde. Falls der Konsum also in diesem Tempo - 280ml Bier oder 25ml Whisky pro Stunde - erfolgt, wird es keinen nennenswerten Anstieg des Blutalkoholgehalts geben. Jeglicher Konsum, der diese Rate überschreitet, wird jedoch zu einem erhöhten BAC führen. Demnach gilt bei gleich bleibenden Faktoren: Je länger die Konsumperiode, desto niedriger die endgültige Blutalkoholkonzentration.

Mageninhalt - Das Vorhandensein von Nahrungsmitteln im Magen beeinflusst den maximalen Alkoholspiegel, der nach dem Konsum einer gewissen Menge Alkohol erreicht wird. Wenn der Magen und der Dünndarm keine festen Nahrungsmittel enthalten, kommt der Alkohol schneller in Kontakt mit den Wänden, durch die die Aufnahme stattfindet. Das Vorhandensein von Nahrungsmitteln im Magen und im Dünndarm, vor allem fettige Substanzen, behindern die Aufnahme durch die Wände und vermindern damit den maximalen Blutakoholgehalt.

Das alte Sprichwort, dass eine Flasche Milch (fetthaltig), oder ein Teller Kartoffelstock die Wirkung des Alkohols vermindern, hat also durchaus ihren Wert. Natürlich können sich starke Trinker aber nicht auf dieses Prinzip verlassen!
 

Körpergewicht - Wasser macht fast zwei Drittel des menschlichen Körpergewichts aus. Der aufgenommene Alkohol wird im Blut verteilt und vermischt sich gleichmässig in dieser Flüssigkeit. Je grösser der Körper, desto mehr Wasser enthält er, und dementsprechend niedriger ist die endgültige Alkoholkonzentration.

Eine Person mit viel Körperfett hat weniger Wasser als eine muskulöse Person mit dem gleichen Gewicht. Da Alkohol weniger fettlöslich als wasserlöslich ist, wird der Alkoholspiegel einen höheren Wert im Blut der fettleibigen Person aufweisen, als im Blut der muskulösen Person.

Übrigens ist der Wasseranteil im Körper bei Frauen grundsätzlich tiefer als bei Männern. Frauen erreichen daher bei gleicher Konsumationsmenge einen höheren Alkoholspiegel als Männer.

 

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Atemalkohol: Die Theorie


Nachdem das Blut von der Leber zum Herz geflossen ist, wird es durch die Lungen gepumpt, bevor es wieder zurück zum Herz und schliesslich zum Rest des Körpers gelangt. Dies ist von äusserster Wichtigkeit für Atemalkoholtests und daher grundlegend für das Funktionieren der Lion Messgeräte.

Wenn wir atmen, nimmt die Lunge Sauerstoff ins Blut auf und gibt gleichzeitig Kohlendioxid an die Luft ab. So wie Kohlendioxid vom Blut in den Atem verdunstet, verdunstet ebenso eine repräsentative Menge Alkohol bei jedem Atemzug. Diesen gasförmigen Austausch kann man folgendermassen darstellen:

Welche Alkoholmenge in den Atem verdunstet, hängt von seiner Konzentration im Blut ab. Diese Tatsache ist bekannt als Henry's Law (Henry's Gesetz). Es besagt, dass die Alkoholkonzentration im Atem von der Blutalkoholkonzentration abhängt.
 

Henry's law

m Henry's Law besser zu verstehen, stellen wir uns vor, was geschieht, wenn wir Ammoniak in ein Glas Wasser geben. Wenn wir nur eine kleine Menge hinzufügen, ist auch der Geruch ziemlich gering. Wenn wir aber die doppelte Menge hinzufügen, dann ist der Geruch ebenfalls doppelt so stark. Der Geruch von Ammoniak gibt uns also an, wie viel Ammoniak sich im Wasser befindet.

Die Beziehung zwischen dem Blut- und dem Atemalkoholgehalt ist klar definiert, und der Wert des eigentlichen Konzentrationsverhältnisses ist bekannt. Obwohl es von Person zu Person kleine Abweichungen im Blut/Atem-Verhältnis gibt, wird im allgemeinen vom Verhältnis 2300:1 ausgegangen. Um aus dem Atemalkoholgehalt, angegeben in Mikrogramm/100ml, den Blutalkoholgehalt, angegeben in Milligramm/100ml, zu errechnen, multipliziert man mit 2.3.

Ein Atemalkoholgehalt von 35 Mikrogramm/100ml entspricht also dem Blutalkoholgehalt von 80 Milligramm/100ml.

Die meisten anderen Drogen lassen sich nur im Blut oder im Urin nachweisen, da sie nicht über den Atem verdunsten.

 

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Atemalkoholanalyse: Vorsichtsmassnahmen




Nur tiefe Lungenzüge widerspiegeln den Alkoholgehalt im Körper

Damit das Ergebnis der Atemalkoholanalyse dem Alkoholspiegel im Körper entspricht, müssen zwei grundlegende Vorsichtsmassnahmen getroffen werden:

Tiefe Lungenzüge

Eine wahrheitsgetreue Messung des Alkoholspiegels im Körper kann nur dann erreicht werden, wenn ein tiefer Lungenzug analysiert wird, denn nur ein solcher Atemzug war in genügendem Kontakt mit dem Blut. Atem, der nur aus dem Mund und dem oberen Bereich der Atmungsorgane stammt, war nicht in engem Kontakt mit dem Blut und enthält daher nur wenig Alkohol.

Die Atemmessgeräte, die im Lion Intoxilyzer und Lion Alcolmeter eingefügt sind, nehmen nur tiefe Lungenzüge für die Analyse auf. Eine Atemprobe von einem oberflächlichen Atemzug wird von diesen Messgeräten normalerweise automatisch abgelehnt.

Alkohol im Mund

Da die Alkoholkonzentration eines Drinks viel höher ist als sie je im Blut vorkommt, würde eine Atemprobe kurz nach dem Konsum des letzten Drinks wegen des zurückbleibenden Restalkohols im Mund unnatürlich hoch ausfallen. Ein Teil des Alkohols im Mund würde in den Atem verdunsten, aber das Ergebnis der Atemprobe entspräche nicht der Alkoholkonzentration im Blut.

Es ist deshalb wichtig, dass man nach dem Alkoholkonsum mindestens fünfzehn Minuten (am besten zwanzig Minuten) wartet, bis man eine Atemprobe nimmt. In dieser Wartezeit verdunstet der letzte Alkohol im Mund, so dass eine gültige Alkoholgehaltanalyse durchgeführt werden kann, die den genauen Atemalkoholgehalt misst.
 

Damit ein Anstieg des Atemalkoholgehalts durch Erbrechen eintritt, muss zu diesem Zeitpunkt die Mengenalkoholkonzentration höher sein als die Blutalkoholkonzentration - was höchst unwahrscheinlich ist, nachdem die Absorptionsphase vorbei ist.

Bei Erbrechen gelangt ebenfalls Alkohol in den Mund und könnte somit die Atemprobe beeinflussen. Ist dieses Vorkommnis von Bedeutung, sollte dies von der Mundalkohol-Software im Lion intoxilyzer erkannt werden und zudem durch die grosse Differenz der beiden Atemproben (falls zwei Proben gemacht werden) offensichtlich sein.

Normalerweise wird eine Wartezeit von fünfzehn bis zwanzig Minuten (je nach örtlichen Bestimmungen) nach dem letzten Alkoholkonsum und vor der Atemprobe erlaubt, damit der Alkohol im Mund verdunsten kann. Dieser Zeitraum ist in der Tat sehr grosszügig gerechnet, da etwa 90% des Alkohols sich in 8 Minuten verflüchtigt.

Es darf niemals vergessen werden, dass entgegen der allgemeinen Auffassung eine Atemprobe nicht den Alkohol aus dem Magen oder das Überbleibsel vom letzten Drink misst, sondern den Alkoholgehalt im Blut widerspiegelt.

 

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Die Wirkung des Alkohols auf den menschlichen Körper


Die Wirkung des Alkohols auf den Körper steht im Zusammenhang mit der Blutalkoholkonzentration und folglich auch mit einer Atemprobe, die das Ergebnis eines tiefen Lungenzugs wiedergibt. Man weiss aber, dass einerseits die Alkoholtoleranz von Mensch zu Mensch sehr verschieden ist, und dass andererseits die gleiche Person an zwei verschiedenen Anlässen unterschiedliche Betrunkenheitsgrade aufweisen kann, obwohl der Alkoholspiegel beide Male derselbe ist.

Alkohol ist ein Sedativ, das auf das zentrale Nervensystem wirkt. Das bedeutet, dass es die Prozesse in den höheren Gehirnzentren verlangsamt und so die klassischen Symptome einer Betrunkenheit herbeiführt. Zu diesen Symptomen gehören unter anderem:

  • Gleichgewichtsstörungen
  • Schlechte Koordination zwischen Augen und Gliedmassen
  • Tunnelsicht
  • Konzentrationsstörungen
  • Eingeschränktes Multitasking
  • Lichtempfindlichkeit
  • Unfähigkeit, Geschwindigkeit und Distanz einzuschätzen
  • Sehschwäche
  • Gehörschwäche

Alkohol vermindert zudem die Fähigkeit, sich selbst realistisch einzuschätzen. Der betrunkene Autofahrer hat das Gefühl, besser und sicherer zu fahren, als das in Wirklichkeit der Fall ist.
Alkohol spielt bei Verkehrsunfällen eine bedeutende Rolle, besonders in denjenigen, die tödliche oder andere schwerwiegende Folgen haben.
Das folgende Diagramm zeigt auf, wie das Unfallrisiko - insbesondere bei jüngeren und weniger erfahrenen Autofahrern und Alkoholkonsumenten - mit zunehmendem BrAC steigt:
Die allgemeine - wenn auch irrtümliche - Auffassung, dass Alkohol stimulierend wirkt, rührt vom Anschein und dem Benehmen der betrunkenen Person her. Das auffällige Benehmen wird jedoch verursacht durch das Unterdrücken der Schüchternheit oder den Verlust der Selbstbeherrschung, die die Gesellschaft und unser Umfeld von einem nüchternen Menschen erwartet.
Nebst seiner Wirkung auf das zentrale Nervensystem beeinflusst Alkohol auch die Körpertemperatur, den Wasserhaushalt, den Blutzuckerwert, den Speichelfluss und den Fluss von Enzymen im Verdauungstrakt.
Die Beeinträchtigung steht im Zusammenhang mit dem Alkoholspiegel, obwohl man betonen muss, dass es auch hier grosse Unterschiede gibt - nicht nur von Person zu Person, sondern auch bei derselben Person an verschiedenen Anlässen. Man sollte sich ebenfalls daran erinnern, dass die äussere Erscheinung kein Massstab für den Betrunkenheitsgrad der Person ist, besonders wenn es sich um erfahrene Trinker handelt.
Es ist bekannt, dass erfahrene Trinker höhere Alkoholmengen zu sich nehmen können, ohne dass sich wie bei Gelegenheitstrinkern äussere Symptome einer Betrunkenheit bemerkbar machen.
Dies ist besonders dann der Fall, wenn grössere Mengen von Alkohol über mehrere Tage konsumiert werden.
Wenn eine Person Alkohol konsumiert, wird im Prinzip jeder Alkoholspiegel zweimal durchschritten: Einmal in der Absorptionsphase, wenn der Alkoholspiegel steigt, und dann nochmals in der Ausscheidungsphase, wenn der Alkoholspiegel wieder sinkt. Es steht fest, dass die Beeinträchtigung viel grösser ist, wenn der Alkoholspiegel steigt, als wenn er fällt. Dieses Phänomen ist bekannt als Mellanby-Effekt.
 

 

Die folgende Tabelle zeigt einige der Merkmale auf, die bei einem Gelegenheitstrinker bei Erreichen des jeweiligen Blut- oder Atemalkoholgehaltes beobachtet werden. Das Fehlen eines Merkmales im Einzelfall bedeutet aber nicht, dass der Alkoholspiegel der betreffenden Person tiefer ist.
 

 
BrAC
µ g/100m
BAC
mg/100ml
Beeinflussungs-
Phase
Symptome
0 - 20 0 - 50 Nüchternheit Keine offensichtlichen Symptome, ausser eventuell Gesprächigkeit und ein Gefühl des Wohlbefindens.
15 - 50 40 - 120 Euphorie Gesteigertes Selbstvertrauen und tiefere Hemmschwelle. Eingeschränkte Aufmerksamkeit, Urteilsvermögen und Kontrolle durch reduzierte Koordination und Sinnenswahrnehmungen.
40 - 100 100 - 250 Begeisterung Emotionale Labilität und Urteilsunfähigkeit. Reduzierte Wahrnehmung und Koordination (daher torkelnder Gang). Verlängerte Reaktionszeit und mögliche Übelkeit und/oder Wunsch zu liegen.
70 - 120 150 - 280 Verwirrung Desorientiertheit, Verwirrung und Schwindelgefühl.
Ü bertriebene Angst, Wut und Sorgen.

Wahrnehmungsverlust der Farben, Formen, Bewegung und Dimensionen. Vermindertes Schmerzgefühl.

Beeinträchtigter Gleichgewichtssinn und undeutliches Sprechen. Möglicherweise Koma.
110 - 160 270 - 400 Benommenheit Apathie, allgemeine Trägheit, an Lähmung grenzend.
Keine Reaktion auf Stimulus.

Unfähigkeit zu Stehen oder zu Gehen.

Erbrechen, Inkontinenz von Urin und Stuhl.

Koma, Schlaf oder Benommenheit.
150 - 200 380 - 500 Koma Koma und Empfindungslosigkeit.

Schwache oder keine Reflexe.

Unterkühlung.

Beeinträchtigter Blutkreislauf und Atmung.

Möglicherweise Tod.
190 + 450 + Tod Tod durch Atemlähmung.

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